Die IG Metall will sich gegen den geplanten Stellenabbau bei Bosch in Hildesheim wehren. «Wir lassen uns das nicht gefallen», sagte Karoline Kleinschmidt, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim, der Deutschen Presse-Agentur. Die Gewerkschaft bereite schon Aktionen vor, um gegen die Pläne zu protestieren. Am Montag soll es in Hildesheim eine Betriebsversammlung geben.
Der Zulieferer Bosch hatte zuvor angekündigt, angesichts der Krise in der Autoindustrie mehr Stellen streichen zu wollen als bislang bekannt. In den kommenden Jahren könnten 5.500 Stellen wegfallen, davon 750 in Hildesheim, wo Komponenten für E-Autos hergestellt werden. Das wäre laut Gewerkschaft rund die Hälfte der bisher 1.500 Stellen am Standort. Ein Großteil des Abbaus soll bereits bis Ende 2026 erfolgen. Rund 300 der 1.500 Mitarbeiter haben laut Gewerkschaft befristete Verträge, die bis 2026 ausliefen.
Bei den Zahlen handelt es sich nach Angaben von Bosch um Planungen. Genaue Zahlen seien Teil der Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern, die nun beginnen sollen. Der Abbau solle so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden. Es gelte weiter die im Mitte 2023 geschlossenen Vereinbarung, die betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2027 ausschließt.