Mit dem neuen Kuttermodell «KUNO» soll die Küstenfischerei in der deutschen Nordsee eine nachhaltige Zukunftsperspektive bekommen. Die Bundesregierung fördert die Entwicklung eines Kutter-Prototypen nun mit zehn Millionen Euro. Die Abkürzung «KUNO» steht dabei für «Zukunftskutter Nordsee». Geplant, gebaut und erprobt wird der Kutter bis 2030 am Maritimen Technikum der Hochschule Emden/Leer - ein Blick in das Labor der Wissenschafter, wie «KUNO» aussehen wird und was er können soll.
Den Bau eines Prototyps eines umweltfreundlichen Kutters hatte auch die Zukunftskommission Fischerei der Bundesregierung in ihrem im Frühjahr veröffentlichen Abschlussbericht empfohlen.
Was soll der Kutter der Zukunft können?
Der Zukunftskutter soll multifunktional sein. «Also den Fischern viele verschiedene Erwerbsmöglichkeiten bieten», sagt Strybny. Ob Krabben fangen, Schollen fischen, Touristen zu Seehundbänken fahren oder Daten für die Wissenschaft sammeln – so sollen die Küstenfischer ihr Arbeitsgerät flexibel einsetzen können. Auch nachhaltige Fangtechniken sollen nutzbar sein.
Wie sieht der Kutter der Zukunft aus?
Noch gibt es nur Entwürfe. Was sich schon sagen lässt: Der Kutter der Zukunft wird anders aussehen als die traditionellen Krabbenkutter an der Küste. Bei «KUNO» befindet sich das Steuerhaus weiter vorn auf dem Schiff hinter einem großen Bug. Dadurch soll es einen besseren Wetterschutz und mehr Sicherheit für den Fischereibetrieb auf dem Achterdeck geben. Außerdem sollen so die Unterkünfte an Bord und der Fischereibetrieb voneinander getrennt werden.
Insgesamt soll der Kutter mehr Platz, besseren Komfort und mehr Sicherheit bieten. Mit rund 20 Metern Länge wird der Zukunftskutter auch etwas länger sein als bisherige Kutter. «Wir brauchen das größere Volumen, um alternative Kraftstoffe zu bunkern und um mehr Schiffstabilität zu erzeugen», sagt Strybny.