Für die Heringsfischerei an der deutschen Ostseeküste sieht es nach Beratungen von Wissenschaftlern weiter düster aus. Fischereiexperte Christopher Zimmermann hatte nach eigener Aussage eigentlich auf eine Neubewertung des Heringsbestands in der westlichen Ostsee gesetzt, der auch eine positivere Prognose für die Fischerei zur Folge gehabt hätte. «Und genau das hat nicht geklappt», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Konkret geht es um die Festlegung von Referenzpunkten, wie viel Hering es geben müsste, damit der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES), der die EU-Kommission berät, wieder empfiehlt, gezielte Fischerei auf den Hering in der westlichen Ostsee zuzulassen.
Forschung des Rostocker Thünen-Instituts für Ostseefischerei, das Zimmermann leitet, habe gezeigt, dass der Bestand auch unabhängig von der Fischerei nicht mehr so groß werden könne wie etwa vor 30 Jahren. Spätere und wärmere Winter ließen Heringslarven früher schlüpfen noch bevor es eine ausreichende Nahrungsgrundlage für sie gebe.