Von der Spitze des Hamburger Rathauses bis zum Alten Fischereihafen in Cuxhaven an der Elbmündung sind es knapp 100 Kilometer Luftlinie. Doch der lange Arm der Hamburger Wasserschutzpolizei reicht weit darüber hinaus - «bis knapp vor Helgoland», sagt Toni Öllermann, Leiter des Wasserschutzpolizeikommissariats 4 in Cuxhaven - genauer: des Hamburger Wasserschutzpolizeikommissariats im niedersächsischen Cuxhaven.
Hamburger Wasserschutz-Revier bis kurz vor Helgoland
«Das Reviergebiet reicht über 77 Seemeilen von Stade bis zur Tonne E3», sagt Öllermann. Zur Einordnung: 77 Seemeilen entsprechen mehr als 142 Kilometern. Und die Tonne E3 ist ein Seezeichen, das knapp 17 Kilometer südlich von Helgoland und rund 30 Kilometer nordwestlich von Scharhörn den Schiffen aus der Nordsee die Einfahrt in die Elbemündung weist.
Scharhörn markiert den nördlichsten Landpunkt Hamburgs und ist - mal abgesehen von einem Vogelwart - unbewohnt. Südwestlich davon wurde für Seevögel Ende der 1980er Jahre Nigehörn im Hamburgischen Wattenmeer aufgespült. Seither markiert die menschenleere Düneninsel den westlichsten Punkt des Stadtgebiets.