Wie können Drohnen und Künstliche Intelligenz (KI) helfen, Stromnetze und Umspannanlagen sicher zu betreiben – daran forschen in Wilhelmshaven künftig gemeinsam der Netzbetreiber Tennet und die Jade Hochschule. Das Unternehmen und die Hochschule unterzeichneten nun eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Als Testfeld dient eine 900 Quadratmetern große Fläche am Umspannwerk Maade im Norden der Stadt. Die Erkenntnisse aus der Forschung dort sollen laut Tennet auf weitere Anlagen und Standorte in Deutschland übertragen werden.
Initiatoren: Blaupause für Energietechnik
«Dieses Forschungsvorhaben ist ein absoluter Vorreiter auf internationaler Ebene und läuft im Forschungsbereich der elektrischen Energietechnik unter Beobachtung nationaler Netzbetreiber und internationaler Forschungsbereiche», sagte Tennet-Chef Tim Meyerjürgens in einer Mitteilung.
Mithilfe von Drohnentechnologie könne der Bau von Stromnetzes beschleunigt und der Betrieb effizienter gestaltet werden, sagte Meyerjürgens. «Denn Drohnen können ihre Arbeiten in der Nähe von Anlagen, die in Betrieb sind, ausführen, ohne dass wir dabei Stromleitungen abschalten müssen, was bisher aus Sicherheitsgründen oft nicht möglich war.»
Von der Hochschule heißt es, mit der Kooperation würden Forschung und Praxis eng miteinander verzahnt. Forschungsergebnisse könnten unter realen Bedingungen getestet und verbessert werden, bevor sie im laufenden Betrieb eingesetzt werden, sagte Sebastian Azer, Professor für elektrische Energie und Hochspannungstechnik an der Jade Hochschule. Tennet setze auf Basis erster Projektergebnisse bereits Drohnen ein.
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