Roboter statt Paketbote: Ein Forscherteam hat in Braunschweig zwei autonome Fahrzeuge vorgestellt, die miteinander vernetzt selbstständig Pakete zustellen sollen. Ein größeres Fahrzeug ist eine Art mobiles Zwischenlager auf Rädern, das kleinere Fahrzeug bekommt daraus Pakete und fährt sie zum Empfänger. An der Haustür klingeln kann der Zustellroboter nicht, der Empfänger wird per SMS informiert.
Die Vorführung fand am Freitag in Braunschweig statt, die dortige Technische Universität ist an dem Projekt beteiligt. Man wolle die «letzte Meile» - also die letzte Strecke bis zum Empfänger - vollständig automatisieren und dadurch Kosten erheblich senken, sagte einer der zuständigen Wissenschaftler der Uni, Torben Hegerhorst. Angewandt werden soll das System vor allem in Städten, wo viele Menschen Pakete empfangen.
Vorher waren die Roboter in der Nähe von Barcelona sowie in Ungarn getestet worden. Bis zum realen Betrieb dauert es aber noch. Die Realisierung könnte «in mittlerer Zukunft» erfolgen, sagte Hegerhorst, und sprach von fünf bis zehn Jahren als mögliches Zeitfenster bis zum Einsatz im Regelbetrieb.