Wer einen Handwerker braucht, muss schon jetzt oft lange warten. Das könnte sich in Niedersachsen noch verschärfen, weil Mitarbeiter fehlen, warnt der Handwerkstag. «Wir werden Engpässe in der handwerklichen Grundversorgung an viele Stellen bekommen», sagte Niedersachsens Handwerkspräsident Mike Schneider in Hannover. «Speziell mit Blick auf eine alternde Gesellschaft muss uns das alle mir Sorgen erfüllen.»
Mehr als die Hälfte der befragten Handwerker im Land - 54 Prozent - bezeichnete die Fachkräftegewinnung als große Herausforderung für ihren Betrieb im ersten Halbjahr 2026, wie aus einer von Schneider vorgestellten Umfrage des Handwerkstags hervorgeht.
Sorge bereite dabei vor allem, dass immer mehr Ausbildungsplätze frei bleiben: 40 Prozent der Betriebe hätten im vergangenen Jahr nicht alle Plätze besetzen können. Große Probleme gebe es etwa bei Gebäudereinigern, während das Kfz-Handwerk weiter beliebt sei, vor allem bei jungen Männern.