Neue ICE-Verbindungen, aber auch gestrichene Linien und Preiserhöhungen im Nahverkehr: Mit dem Fahrplanwechsel bei den Eisenbahngesellschaften am kommenden Wochenende (15. Dezember) stehen für Zugreisende in Niedersachsen und Bremen einige Änderungen an. Im Fernverkehr der Deutschen Bahn (DB) können Bahnreisende künftig mehr Direktverbindungen in die Hauptstadt sowie von und nach Süddeutschland nutzen. Einige Fernverbindungen entfallen dafür aber.
Kein Intercity mehr von Bremerhaven nach Köln
Wieder gestrichen wird dagegen die Ende 2021 testweise eingeführte IC-Verbindung von Bremerhaven nach Koblenz/Köln. Damit verliert die Stadt ihre einzige Intercity-Verbindung. Die Nachfrage liege auch nach zwei Jahren Testphase unter den Erwartungen, hatte die Bahn im Herbst mitgeteilt. Ein Weiterbetrieb sei aufgrund der dauerhaft schwachen Nachfrage nicht mehr möglich. Stattdessen fahre der Intercity von Koblenz/Köln künftig durch das Emsland nach Norddeich Mole in Ostfriesland.
An den Wochenenden gibt es einen neuen Direkt-ICE von Hamburg über Lüneburg, Uelzen, Celle, Hannover und Göttingen in den Schwarzwald und an den Bodensee. Einen neuen IC-Halt bekommen Uelzen und Lüneburg: Der Intercity Magdeburg-Hamburg fährt künftig vorerst über diese niedersächsischen Städte statt wie bislang über Wittenberge und Ludwigslust.
Tickets im Nahverkehr werden teurer
Wer im Nahverkehr mit dem Niedersachsentarif unterwegs ist, muss sich zum Fahrplanwechsel teils auf höhere Ticketpreise einstellen. Das betrifft etwa das Niedersachsenticket. Es kostet künftig 28 Euro statt wie bislang 27 Euro. Die erste mitfahrende Person auf dem Ticket zahlt weiterhin 7 Euro. Der Preis für die möglichen weiteren Mitfahrer - maximal können bis zu fünf Fahrgäste das Ticket zusammen nutzen - steigt von 6 auf jeweils 7 Euro.
Erhöht wird auch der Preis für die Fahrradtageskarte um 0,50 Euro auf 6,50 Euro. Auch das Spar-Ticket für Strecken bis zu 50 Kilometer kostet künftig einen Euro mehr - dann 7 Euro. Durchschnittlich steigen die Preise um 5,3 Prozent, wie die Niedersachsentarif GmbH mitteilte. Als Gründe führte die Gesellschaft hohe Kosten der Eisenbahnunternehmen für Betrieb und Personal im kommenden Jahr an.