Die Küstenfischer an der Nordseeküste stehen vor einer ungewissen Zukunft: Neue EU-Vorgaben sehen einen strengeren Meeresnaturschutz vor – das bedeutet, ihre Fanggebiete könnten weiter schrumpfen. Die Diskussion um fischereifreie Gebiete bestimmten auch am Freitag den Verbandstag der Küstenfischer in Niedersachsen im ostfriesischen Neuharlingersiel. Ein Überblick über den Streit:
Warum soll es überhaupt fischereifreie Gebiete geben?
Das geht aus einer Vorgabe der EU an die Mitgliedsstaaten hervor. Die EU-Biodiversitätsstrategie gibt vor, dass bis 2030 mindestens 30 Prozent der EU-Gewässer unter Schutz gestellt werden. 10 Prozent dieser Meeresfläche sollen zudem streng geschützt werden – Fischerei ist dort nicht erlaubt. Als Anrainer müssen Niedersachsen und Schleswig-Holstein diese Vorgaben umsetzen.