Erstmals ist in Deutschland erneuerbarer Wasserstoff aus einer Elektrolyseanlage über ein im Aufbau befindliches Kernnetz zur Wasserstoffversorgung zu einem industriellen Abnehmer transportiert worden. Der vom Energiekonzern RWE in Lingen produzierte Wasserstoff fließt nach Mitteilung des Netzbetreibers Nowega über ein 120 Kilometer langes Leitungsnetz zum Chemiepark Marl der Evonik im Ruhrgebiet.
Das sogenannte GET H2 Nukleus-Wasserstoffprojekt wird in Teilen von den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mitfinanziert. Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) sprach von einem wichtigen Meilenstein für den Wasserstoffhochlauf in Niedersachsen und Deutschland. «Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für die Transformation energieintensiver Industrien», sagte der Politiker laut einer Mitteilung.