Mit Beginn der Erdbeerhauptsaison in Deutschland rühren die Anbaubetriebe die Werbetrommel: Erstmals wird am Freitag der «Tag der deutschen Erdbeere» begangen, zu dem die Betriebe die Verbraucher einladen. «Es ist die erste PR-Aktion, die von den produzierenden Betrieben selbst bezahlt wird, das hat es so noch nicht gegeben», sagte Fred Eickhorst von der Vereinigung der Spargel- und Erdbeerenanbauer mit Sitz in Sandhatten bei Oldenburg. Künftig soll an jedem dritten Freitag im Mai ein Erdbeerfest gefeiert werden.
Aus Sicht der Anbieter sei ein solcher Aktionstag notwendig, betonte Eickhorst. «Wir können die Kommunikation mit den Kunden nicht dem Lebensmitteleinzelhandel überlassen», sagte er. Der Lebensmitteleinzelhandel setze darauf, die möglichst günstigsten Früchte einzukaufen und diese dann möglichst teuer zu verkaufen. «Wir sind im Wettbewerb mit Europa. Und deshalb sehen wir unsere Spargel- und Beerenfrüchte immer in Konkurrenz mit den ausländischen Erzeugern, die nicht einmal die Hälfte des Lohnes zahlen, den wir zahlen», erklärte Eickhorst.