Nach Einschätzung von Betriebsräten gefährden die Energiepreise zunehmend Industriebetriebe in Norddeutschland. Das teilte die Industriegewerkschaft (IG) Metall Küste mit, die nach eigenen Angaben Arbeitnehmervertreter aus mehr als 200 Betrieben befragt hat. Die IG Metall Küste ist zuständig für Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und das nordwestliche Niedersachsen.
Von den befragten Betriebsräten teilten 38 Prozent mit, dass die Energiepreise die Wettbewerbsfähigkeit des Betriebs stark oder sehr stark gefährdeten. Der Befragungszeitraum erstreckte sich vom 16. Februar bis zum 6. März. Ende Februar brach der Irankrieg aus, infolgedessen Energiepreise gestiegen sind.
Die IG Metall befragt Betriebsräte halbjährlich. Während der zurückliegenden Befragung im Herbst des Vorjahres hatten 31 Prozent der Befragten geäußert, dass die Energiepreise die Wettbewerbsfähigkeit belasteten.
Der Leiter des Bezirks Küste, Daniel Friedrich, sagte: «Hohe Energiepreise sind eine große Bedrohung. Sie untergraben direkt die Wettbewerbsfähigkeit industrieller Arbeitsplätze – gerade in energieintensiven Betrieben.»
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