Ein Jahr nach der Ankunft des LNG-Terminalschiffes «Energos Force» wird in Stade noch immer kein Flüssigerdgas importiert. Zwar ist der Anleger schon seit 2023 fertig gebaut und auch das Terminalschiff steht bereit - allein die Terminalinfrastruktur ist bislang nicht in Betrieb genommen worden. Nachdem das Schiff am 15. März 2024 erstmals in Stade eingelaufen war, sollte ursprünglich noch im Frühjahr ein Testbetrieb anlaufen.
Seitdem wurde der Starttermin immer wieder verschoben. Ein Termin für die Inbetriebnahme des Terminals könne nicht genannt werden, teilte ein Sprecher der bundeseigenen Betriebsgesellschaft Deutsche Energy Terminal (DET) auf dpa-Anfrage mit. Unverändert seien Restarbeiten an den sogenannten Suprastruktur-Anlagen nötig. Mit Suprastruktur sind technische Anlagen wie Verladearme und Leitungen landseitig zwischen dem Schiff und dem Anschluss an das Gasfernleitungsnetz gemeint.
Außerdem fehlten noch immer Dokumentationen, die für eine sichere Inbetriebnahme des Terminals unerlässlich seien, teilte der DET-Sprecher weiter mit. Genauere Angaben dazu, welche Arbeiten noch ausstehen und warum, machte die Gesellschaft auf Nachfrage nicht.