Pläne für den Lithium-Abbau in Deutschland, unter anderem in der Altmark in Sachsen-Anhalt, stehen erst noch am Anfang. Das Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt dementierte am Dienstag, bereits Genehmigungen für den Abbau von Lithium vergeben zu haben. In der vergangenen Woche hatte das Unternehmen Neptune Energy mitgeteilt, Lizenzen für die Gewinnung von Lithium und Erdwärme erhalten zu haben.
Das Bergbauamt stellte nun fest, dass lediglich ein sogenanntes Aneignungsrecht auf die Bodenschätze erteilt worden sei. Es handele sich nicht um eine Genehmigung für einen Abbau oder eine Förderung. «Sobald das Unternehmen tatsächlich Bodenschätze abbauen will, muss ein entsprechender Betriebsplan erarbeitet werden», erklärte das Landesamt. Dieser Plan müsse dann zur Genehmigung vorgelegt werden. Dann folge auch eine Beteiligung der betroffenen Gemeinden.
Lithium wird unter anderem für Batterien in Elektrofahrzeugen genutzt. Es gilt wie Kobalt als einer der wichtigsten Rohstoffe für Batterien. Dort ist es in geladener Form für die Speicherung von Elektrizität wichtig. Der Lithium-Ionen-Akku wird auch etwa in Smartphones und Computern eingesetzt. Deutschlandweit gibt es mehrere Regionen, die für den Lithium-Abbau geeignet erscheinen. Laut Bundeswirtschaftsministerium sind größere Vorkommnisse im Erzgebirge, dem Oberrheingraben und in verschiedenen Regionen Norddeutschlands wie der Altmark bekannt.