Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental will in diesem Jahr erste Erfolge seines aufgesetzten Sparprogramms einfahren. In der lange schwächelnden Autozuliefersparte soll der Gewinn deutlich steigen, kündigte das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage seiner Bilanz für 2023 in Hannover an. Helfen soll dabei auch das aufgelegte Sparprogramm samt Stellenabbau. «2024 erwarten wir erste Effekte aus dem Fixkostenreduzierungsprogramm», sagte Finanzvorständin Katja Garcia Vila.
Der Konzern hatte im vergangenen Jahr ein millionenschweres Sparprogramm für die Sparte aufgelegt, die lange in den roten Zahlen steckte. Weltweit sollen 7150 Stellen wegfallen, die Kosten bis 2025 um 400 Millionen Euro sinken. Die Jobs will Conti schrittweise und so sozialverträglich wie möglich abbauen. Zudem will Conti Forschung und Entwicklung straffen, ganze Standorte schließen und mit anderen zusammenlegen.
Gewinnsprung im Gesamtkonzern
Für den Gesamtkonzern konnte Conti-Chef Nikolai Setzer einen Gewinnsprung präsentieren. Der Umsatz kletterte um 5,1 Prozent auf 41,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis zog um knapp ein Drittel auf 2,52 Milliarden Euro an. Unterm Strich konnte der Dax-Konzern einen Sprung beim Nettogewinn auf 1,16 Milliarden Euro verbuchen. 2022 waren es nur 67 Millionen Euro gewesen.