Der Automobilzulieferer und Reifenhersteller Continental sieht sich trotz zuletzt schwacher Geschäfte weiter auf Kurs. «Das laufende Jahr haben wir schwach begonnen», räumte Vorstandschef Nikolai Setzer am Freitag auf der Hauptversammlung in Hannover ein. Er zeigte sich aber zuversichtlich, die für 2024 angepeilten Ziele dennoch zu erreichen. Kritik, das Unternehmen habe kein klares Leitbild für die Zukunft, wies er zurück. Das Unternehmen habe einen klaren Plan, den man nun umsetze.
Vor allem die seit Jahren schwächelnde Autozuliefersparte bereitet dem Konzern Sorgen. Im ersten Quartal war der Bereich wieder in die roten Zahlen gerutscht. Dank des guten Reifengeschäfts blieb der Konzern insgesamt aber in der Gewinnzone. Die Entwicklung des Geschäftsbereichs laufe «wenig erfreulich», sagte Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle und fordern mehr Tempo beim Umbau der Sparte.
«Automotive muss auf dem eingeschlagenen Weg noch mehr Gas geben, insbesondere bei der Umsetzungsstärke», sagte der 75-Jährige. «Wir im Aufsichtsrat erhoffen uns hier schnelle Fortschritte.» Und das wolle er auch weiter persönlich unterstützen. Von den Aktionären wurde Reitzle noch einmal für zwei Jahre im Amt bestätigt. Danach werde er aber aufhören, kündigte er an.