loading

Nachrichten werden geladen...

Veröffentlicht mit CMS publizer®

WSA plant Bergung des gestrandeten Traditionsseglers bei Cuxhaven – Kosten trägt Eigentümer

Vor Cuxhaven liegt seit Tagen ein gestrandetes Segelbschiff. (Symbolbild) / Foto: Philipp Schulze/dpa
Vor Cuxhaven liegt seit Tagen ein gestrandetes Segelbschiff. (Symbolbild) / Foto: Philipp Schulze/dpa

Vor Cuxhaven liegt seit Tagen ein aufgelaufenes Segelschiff. Wie gefährlich das ist - und wie es mit dem Schiff nun weitergehen soll.

Nach der Havarie eines Segelschiffs vor Cuxhaven plant das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) die Bergung. Die Kosten muss der Eigentümer übernehmen, wie die Behörde mitteilte. Das Schiff soll voraussichtlich nächste Woche aus dem Meer geholt werden.

Eigentlich sollte der Eigentümer bis Ende der Woche ein Konzept vorlegen, wie es mit dem Schiff weitergehen soll. Nach Angaben der Behörde ließ er die Frist verstreichen. «Wir können nicht länger warten», betonte ein Sprecher vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee. Die Behörde hole übers Wochenende nun selbst Angebote zur Bergung ein. 

Das rund 30 Meter lange Traditionsschiff war Ende Januar auf einen Steindamm in der Außenelbe aufgelaufen und sitzt dort seither fest. Die Seenotretter retteten nach eigenen Angaben vier Segler und einen Hund von Bord. 

Warum die Bergung so kompliziert ist

Versuche, das Schiff freizuschleppen, scheiterten bisher. Die Bergung wird durch anhaltenden Ostwind und besonders niedrige Wasserstände erschwert, wie die Behörde weiter mitteilte. Größere Bergungsschiffe könnten den Havaristen nur eingeschränkt erreichen. Zudem könnte sich durch die niedrigen Temperaturen Eis auf dem Schiff bilden und so das Gewicht erhöhen.

Das WSA geht zwar davon aus, dass von dem Havaristen momentan keine akute Gefahr für die Schifffahrt ausgeht. Allerdings könne das Schiff durch Strömung, Wind oder Vereisung in Bewegung geraten und in die Seeschifffahrtsstraße der Elbe abtreiben. Wellenschlag könne weitere Schäden verursachen, zudem könnten sich Teile lösen und in die Fahrrinne gelangen. Experten stellten schon Verformungen und Wassereinbrüche fest.

Einsatzkräfte entleerten am Freitag sicherheitshalber einen der beiden Tanks. So habe die Umweltgefahr um 200 bis 300 Liter Diesel deutlich reduziert werden können, teilte die Behörde mit. Einen zweiten Tank konnten die Experten jedoch nicht erreichen, weil das Schiff zu schräg liegt.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten