Beim Duisburger Stahlhersteller HKM soll auch künftig Stahl gekocht werden - allerdings mit 1.000 anstatt 3.000 Beschäftigten und unter alleiniger Führung von Salzgitter. Die beiden Gesellschafter Thyssenkrupp Steel und Salzgitter haben sich jetzt auf Eckpunkte verständigt, wie Thyssenkrupp schon in Kürze aussteigen kann. Der dritte Gesellschafter Vallourec äußerte sich bereits zustimmend. Salzgitter hatte sein Interesse an einer Komplettübernahme bereits im vergangenen Jahr deutlich gemacht und dabei auch schon einen Stellenabbau skizziert.
Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann gehören den Stahlunternehmen Thyssenkrupp (50 Prozent), Salzgitter (30 Prozent) und dem französischen Röhrenhersteller Vallourec (20 Prozent). HKM beschäftigt etwa 3.000 Menschen und produziert mit zwei Hochöfen Vorprodukte für die Eigentümer. Thyssenkrupp und Vallourec wollen sich vor dem Hintergrund der angespannten Stahlkonjunktur schon seit Längerem aus dem Unternehmen zurückziehen. Im Raum stand auch eine Schließung des Traditionsunternehmens. Die Vereinbarung kam jetzt unter Vermittlung des ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch zustande.