Ein bayerischer Landrat sorgt mit dem Vorschlag, die bisher 16 Zwischenlager für Atommüll alle am Standort Gorleben zu vereinen, für Unverständnis in Niedersachsen. «Die Forderung aus Bayern ist an Dreistigkeit und Unverschämtheit nicht zu überbieten», sagte der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer.
Es sei «heuchlerisch und unverantwortlich», Bayern als Atomendlager auszuschließen, gleichzeitig neue Atomkraftwerke bauen zu wollen und zu meinen, der gesamte bayerische Atommüll könne in Niedersachsen abgeladen werden, sagte der Grünen-Politiker weiter. «Natürlich lehnt Niedersachsen dies ab.» Es könne nicht sein, dass Bayern sich der Verantwortung für den bestehenden Atommüll entziehe.