Ein Küstenbesuch ohne Krabbenbrötchen und Krabbenkutter? Eigentlich nicht vorstellbar. Doch die Fischer stehen vor großen wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) besucht Krabbenfischer in Büsum und spricht mit ihnen über Fang, Anlandung und Verarbeitung der Krabben. Anlass genug, um einen Blick auf die kleinen Wattbewohner zu werfen:
Die Krabben sind eigentlich gar keine
Streng genommen sind die leckeren Tierchen auf dem Krabbenbrötchen keine Krabben, sondern Garnelen. Genauer: Nordsee- oder Sandgarnelen (Crangon crangon). Garnelen gehören zu den Langschwanzkrebsen, während «echte» Krabben wie der Taschenkrebs zu den Kurzschwanzkrebsen gehören. Der Name Krabbe hat sich im Norddeutschen aber irgendwann eingebürgert und auch die Fischer, die diese kleinen Krebstiere fangen, nennen sich Krabbenfischer und nicht Garnelenfischer.
Nordseegarnelen werden nach Angaben der Schutzstation Wattenmeer etwa acht Zentimeter lang, sind sandfarben, besitzen kleine Scheren und lange Fühler. «Sowohl als Räuber als auch als Beutetier ist die Garnele eine Schlüsselart im ökologischen Gefüge des Wattenmeeres», heißt es auf den Internetseiten der Naturschutzorganisation. Das Wattenmeer nutzen die Garnelen demnach nur in der warmen Jahreszeit - im Herbst wandern sie ins tiefere Wasser ab.