Schiffe dürfen künftig nur noch nach neuen, internationalen Regeln recycelt werden – zum Schutz von Mensch und Meer. Die sogenannte Hongkong-Konvention tritt nach jahrelangen Verhandlungen in Kraft. «Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung», sagt Anja Binkofski, Doktorandin am Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Dort trifft sich am Abend die maritime Wirtschaft und Wissenschaft, um die neue Regelung mit einem nationalen Festakt zu feiern.
Was regelt die Hongkong-Konvention?
Die Hongkong-Konvention der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) wurde schon 2009 beschlossen. Erst nach vielen Jahren unterzeichneten genug Länder die Regelung, die nun 16 Jahre später in Kraft tritt.
Demnach brauchen alle Schiffe einen Gefahrenstoffpass. «Da sind alle Materialien aufgelistet, die in dem Schiff verbaut oder transportiert wurden und als Gefahrstoffe gelten», erklärt Binkofski. «Also dass am Ende klar ist: Was war auf dem Schiff, was ist jetzt noch auf dem Schiff? Woraus müssen wir achten, wenn es ums Recycling geht?»