Mit jeder Menge Regen und äußerst milden Temperaturen ist der Winter 2023/2024 in Niedersachsen und Bremen im langjährigen Vergleich viel zu nass und warm gewesen. In Niedersachsen war der aktuelle Winter der niederschlagsreichste seit Beginn der Messungen 1881, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Bilanz am Mittwoch mitteilte. Durchschnittlich fielen 399 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Nach der vieljährigen internationalen Referenzperiode von 1961 bis 1990 wären dort im Mittel 177 Liter zu erwarten gewesen. In Braunlage im Harz wurde mit mehr als 800 Litern pro Quadratmeter deutschlandweit der meiste Niederschlag gemessen. In Bremen fiel mit 300 Litern pro Quadratmeter rund 80 Prozent mehr Niederschlag als in der Vergleichsperiode.
Der viele Regen und die wassergesättigten Böden hatten in einigen Regionen zum Jahreswechsel und zuletzt erneut im Februar zu Hochwasser geführt. Kälteres Winterwetter gab es den Meteorologen zufolge in Niedersachsen und Bremen nur in den ersten Dezembertagen sowie in der zweiten und dritten Januarwoche. Danach sei ein rekordmilder Februar gefolgt. Nach DWD-Angaben kam fast den ganzen Februar über milde Atlantikluft nach Deutschland, die zu Temperaturen wie sonst im April üblich führte.