Zahlreiche Einsätze verzeichnete die Polizei nach dem Unwetter in Niedersachsen und Bremen. Vor allem rückten die Beamten und Feuerwehrleute am Freitagabend wegen umgestürzten Bäumen und umherfliegenden Baustellenabsperrungen aus, wie eine Abfrage bei den Polizeidirektionen ergab. Auch ein Zeltlager musste evakuiert werden. Verletzte waren der Polizei zunächst nicht bekannt.
Die meisten Einsätze zählten die Beamten in Osnabrück. 100 Einsätze seien im System der Polizeidirektion angelegt worden, sagte ein Sprecher. Davon seien mehr als Dreiviertel wegen Bäumen, die auf Straßen gestürzt seien. In Garrel im Kreis Cloppenburg musste zudem ein Zeltlager abgebrochen und evakuiert werden. Die 36 Kinder seien von ihren Eltern abgeholt worden.
In der Hansestadt Bremen rückten die Einsatzkräfte insgesamt 26-mal aus. Auch hier seien überwiegend umgestürzte Bäume oder herumfliegende Baustellenbarken der Grund gewesen. In einem Fall sei ein Ast auf ein Auto gefallen. Zum Glück habe niemand in dem Wagen gesessen, sagte ein Polizeisprecher.
Mehrere Unfälle auf A7
Die Beamten der Direktion in Göttingen rückten ein gutes Dutzend Mal wegen Bäumen auf der Fahrbahn aus. Wegen der nassen Straßen und des starken Regens sei es zudem zu drei Unfällen auf der A7 zwischen Staufenberg und dem Dreieck Drammetal gekommen, erklärte ein Sprecher. Verletzt worden sei niemand, es sei bei Blechschäden geblieben.
Mehrere Einsätze meldete auch die Polizeidirektion in Hannover, ohne genaue Zahlen zu nennen. In der Direktion in Braunschweig sprach ein Sprecher von vereinzelten Einsätzen zu Beginn des Unwetters für den eigenen Zuständigkeitsbereich.
Zugverkehr teilweise unterbrochen
Das Unwetter hatte auch Auswirkungen auf den Zugverkehr. Die ICE-Verbindungen zwischen Osnabrück und Münster sowie zwischen Dortmund und Bremen fallen aus. Die Sperrung soll noch bis zum Samstagmorgen dauern. Die Bahn empfiehlt Reisenden, unbedingt vorher ihre Verbindung online zu checken.
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