Eine wegen eines Wintersturmes im Hafen des ostfriesischen Küstenortes Neuharlingersiel gestrandete, tonnenschwere Nordseefähre ist von einem Schwimmkran zurück ins Wasser gesetzt worden. Alle seien erleichtert, dass das aufwendige Manöver ohne Schäden geglückt sei, sagte Ansgar Ohmes, Geschäftsführer der Nordseebad Spiekeroog GmbH, zu der die Inselfähre gehört, am Donnerstagmorgen nach der Bergung. Zuvor habe es bei allen Beteiligten eine große Anspannung gegeben. «So eine Fähre zu bergen, mit dieser Konstruktion, ist nicht ganz ohne», sagte Ohmes.
Die Fähre, mit der hauptsächlich Fracht aber auch Personen von und zu der ostfriesischen Insel Spiekeroog transportiert wurden, hatte sich während des Sturmtiefs «Zoltan» vor Weihnachten von ihrem Liegeplatz im Hafen des Küstenortes unbemerkt losgerissen. «Es war ein sehr schwerer Sturm und da sind verschiedene oder mehrere Leinen gerissen und dadurch ist das Schiff dann abgetrieben», sagte Ohmes. Da die Wasserstände infolge einer Sturmflut hoch waren, trieb die Fähre auf eine niedrigere Hafenfläche an Land. Nachdem das Hochwasser wieder verschwunden war, lag sie seitdem dort auf dem Trockenen. Verletzt wurde bei der Schiffshavarie niemand. Auch Öl oder Diesel war nicht ausgetreten.