Norden kommt glimpflich durch stürmische Nacht
Trotz stürmischen Wetters ist die Nacht zum Montag im Norden weitgehend ruhig verlaufen. Die Polizeileitstellen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern berichteten von nur wenigen größeren Einsätzen. Schwere Unfälle und Personenschäden blieben nach ihren bisherigen Einschätzungen aus. Die Einsatzkräfte seien auf die Wetterlage vorbereitet gewesen. Vereinzelt mussten sie sich dennoch um überschwemmte Straßen und Parkplätze sowie umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste kümmern. In Hamburg war beispielsweise wie erwartet der Altonaer Fischmarkt überschwemmt. Die Feuerwehr habe die Lage im Blick gehabt und sei darauf vorbereitet gewesen, hieß es am Morgen von einem Mitarbeiter der Hamburger Polizei. Auch in Bremerhaven, Wilhelmshaven und Cuxhaven standen Parkplätze unter Wasser. Im nordfriesischen Dagebüll zeigten Videoaufnahmen peitschende Wellen und überspülte Straßen am Ufer. In Schleswig-Holstein berichteten die Polizeileitstellen ebenfalls von mehreren sturmbedingten Einsätzen. So kam es unter anderem in Heide (Kreis Holstein) wegen einer überfluteten Straße zu einem Feuerwehreinsatz. In Meldorf (Kreis Dithmarschen) wurde ein Hausdach stark beschädigt. In Mecklenburg-Vorpommern meldeten die Polizeileitstellen keine größeren Vorkommnisse. In Elsfleth im Landkreis Wesermarsch befreite die Feuerwehr eine eingeschlafene Person aus einem von Wasser umspülten Auto. Die Person blieb unverletzt, war aber etwas unterkühlt, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. In der Gemeinde Krummhörn im Landkreis Aurich in Niedersachsen rückten die Feuerwehren bis Sonntagabend zu drei wetterbedingten Einsätzen aus. In Freepsum beseitigten sie einen größeren Ast von einer Straße, in Grimersum ein gelöstes Telefonkabel und in Greetsiel einen umgestürzten Baum. Am Sonntag hatte der Sturm noch für mehr Einsätze und Einschränkungen gesorgt. In mehreren Orten Niedersachsens stürzten Bäume auf Straßen und beschädigten teilweise Autos. An der Nordseeküste und auf den Ostfriesischen Inseln sorgten hohe Wellen für überspülte Flächen und Ausfälle bei Fährverbindungen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnte vor Sturmfluten an weiten Teilen der Nordseeküste. Bereits in der Nacht zu Montag waren die Wasserstände an praktisch allen Pegeln über die Sturmflutgrenze von 1,5 Metern über dem mittleren Hochwasser gestiegen. Für die Hochwasser am Montag wurden örtlich noch höhere Wasserstände erwartet. Besonders stark sollte die Sturmflut in Nordfriesland ausfallen, wo das Wasser bis zu zwei Meter höher als üblich steigen könnte. Im Weser- und Elbegebiet wurden mehr als 1,5 Meter erwartet. Wegen der hohen Wasserstände drohten Überflutungen von Stränden, Grünflächen direkt am Wasser und Hafenflächen. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenÜberschwemmte Straßen und umgestürzte Bäume in Niedersachsen
Sturmfluten an der Nordseeküste