Wegen der anhaltenden Hitze werden Straßen und Autobahnen in Niedersachsen derzeit besonders stark kontrolliert. Die Autobahn GmbH Nord teilte mit, Autobahnen in ihrem Zuständigkeitsbereich würden während der Hitzewelle auch am Wochenende zweimal täglich überprüft – vormittags sowie erneut am späten Nachmittag oder am Abend.
Ältere Betonstrecken besonders anfällig
Ziel sei es, hitzebedingte Schäden frühzeitig zu erkennen, bevor sie zur Gefahr würden. Auch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat ihre Strecken nach Angaben des Verkehrsministeriums besonders im Blick. Der Betriebsdienst sei seit Beginn des Sommers sensibilisiert, sagte ein Sprecher des Ministeriums.
Besonders ältere Betonstrecken seien erfahrungsgemäß anfällig. Aber auch Asphaltstraßen könnten durch Hitze beschädigt werden, etwa durch Aufweichen. Erste kleinere Schäden wurden demnach bereits gemeldet.
Straßen können rutschig und Fahrzeuge verschmutzt werden
Im Geschäftsbereich Nienburg seien auf Asphaltstraßen sogenannte Bitumen-Ausblühungen festgestellt worden. Dabei tritt Bitumen aus der Fahrbahn aus – die Straßen «schwitzen». Bereiche können dann rutschig werden, Fahrzeuge verschmutzt werden. An der Behebung werde bereits gearbeitet, hieß es. Im Bereich Sarstedt gebe es zudem leichte Probleme an Betonradwegen.
Nach Angaben des Ministeriumssprechers treten Hitzeschäden besonders dann auf, wenn Temperaturen dauerhaft über 30 Grad liegen. Auch Wind, Schatten und die Belastung durch schweren Verkehr spielten eine Rolle.
Verdrückungen, Aufwölbungen, Ausbrüche der Fahrbahn, Risse
Die Autobahn GmbH Nord kontrolliere derzeit unter anderem auf Verdrückungen, Aufwölbungen, Ausbrüche der Fahrbahn, Risse und Auffälligkeiten an Brücken oder Fahrbahnübergängen. Bei Mängeln würden Sicherungsmaßnahmen eingeleitet und nötige Instandsetzungen veranlasst.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten