Der Winter hat in dieser Saison schon viele Gesichter gezeigt. Schneesturm, zweistellige Minusgrade, eisiges Sonnenwetter. In den kommenden Tagen dürften wieder die Wolken mitspielen. Die bringen Schnee, Regen und Schneegriesel mit, die Temperaturen steigen auf Werte rund um den Gefrierpunkt. Eine gefährliche Kombination. Denn damit droht auf den Straßen und Gehwegen Blitzeis. Antworten auf einige Fragen rund um den Winter im Norden:
Helfen Schneeketten bei Blitzeis oder Eisregen?
Wenn Blitzeis die Straße zu einer Rutschbahn macht, helfen dem ADAC zufolge weder Winterreifen noch Antiblockiersystem (ABS), elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) oder Schneeketten. Heißt: «Wird im Radio vor Blitzeis oder Eisregen gewarnt, ist es besser, das Auto stehenzulassen und die Fahrt zu verschieben.» Gleiches gilt natürlich auch für das Fahrrad.
Und wenn ich zu Fuß unterwegs bin?
Auch hier gilt: Wer nicht dringend raus muss, sollte einfach daheim bleiben. Ansonsten sollte man am besten zu einem Pinguin werden, wie Kliniken wie das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) immer wieder raten. Das bedeutet, dass die Füße beim Laufen kaum vom Boden gehoben und immer nur wenige Zentimeter nach vorn geschoben werden. Das verleiht Stabilität und man rutscht weniger schnell aus.
Kann ich auf überfluteten und zugefrorenen Wiesen einfach Schlittschuhlaufen?
Nein. Grundsätzlich sollte nur auf freigegebenen Flächen gelaufen werden. Das gilt auch bei überfluteten und gefrorenen Wiesen - etwa wenn sie in Naturschutzgebieten liegen. Dort, wo vornehmlich Zugvögel rasten, ist Eislaufen nicht erlaubt. «Gerade bei den aktuell niedrigen Temperaturen bedeutet jedes Fluchtverhalten für die Vögel durch den entstehenden Stress einen unnötig erhöhten Energieverbrauch, der die Tiere extrem belasten und gefährden kann», schreibt die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Wesermarsch auf ihrer Internetseite.
In Hamburg hat die Umweltbehörde am Freitag erneut weiterhin eindringlich vor dem Betreten von Eisflächen auf Gewässern sowie dem Betreten der Hamburger Binnen- und Außenalster gewarnt.