Nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg müssen rund 6.000 Menschen in Hameln in anderthalb Wochen ihre Wohnungen verlassen. In einem Radius von 1,5 Kilometern um den Fundort soll am 26. April evakuiert werden, um die Bombe unschädlich zu machen, wie die Stadt mitteilte. Die Bombe wurde demnach bei Bauarbeiten unter dem Parkplatz einer Bausparkasse gefunden. Für Hameln wird es die größte Evakuierung seit dem Zweiten Weltkrieg, wie die Stadt mitteilte.
«Die Bombe ist um einiges größer als erwartet», sagte Sprengmeister Thorsten Lüdeke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen. Statt einer vermuteten Zehn-Zentner- handele es sich wohl um eine Zwanzig-Zentner-Bombe. Lüdeke schätzt, dass sich noch 450 Kilogramm Sprengstoff in der Bombe befinden.
Weil einer der beiden Zünder abgebrochen ist und der andere im felsigen Gestein steckt, rechnen die Fachleute mit einer komplizierten Bergung. Bis zur Entschärfung oder kontrollierten Sprengung werde der Fundort abgesperrt und überwacht.
Notunterkünfte, gesperrte Straßen und Bahnstrecken
Für betroffene Bürgerinnen und Bürger werden am Tag der Evakuierung Notunterkünfte in der Rattenfängerhalle und der Rüdiger-Butte-Schule eingerichtet. Die Bundesstraßen 1 und 217 sowie die Bahnstrecken Hannover-Paderborn und Hildesheim-Löhne werden im Stadtgebiet gesperrt. Der Nahverkehr wird umgeleitet. Die Stadt will unter anderem über ihre Website und Kanäle in den sozialen Medien sowie über ein Bürgertelefon weiter über die Entwicklungen informieren.
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