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Unfallbericht zum tödlichen ICE-Unglück liegt vor

Unfallbericht zum tödlichen ICE-Unglück liegt vor
Bei dem Unfall kam ein Mensch ums Leben, mehrere wurden verletzt. (Archivfoto) / Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Ein ICE rammt auf einem Bahnübergang in Hamburg einen Sattelzug. Ein Passagier stirbt. Wie aus einem Bericht vorgeht, war der Bahnübergang ein Sicherheitsrisiko und für große Lkw zu eng.

Rund acht Monate nach dem Zusammenstoß eines ICE mit einem Lastwagen an einem Bahnübergang in Hamburg liegt der Bericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung vor. In dem 64 Seiten umfassenden Papier, wird auf Sicherheitsrisiken am Bahnübergang Reller verwiesen, die nicht erkannt worden seien. Für lange Fahrzeuge habe es nur wenig Zeit gegeben, den Bahnübergang freizumachen. Das sei ursächlicher Faktor für den Unfall gewesen, bei dem am 11. Februar ein Mensch ums Leben kam. Zuvor hatte das «Hamburger Abendblatt» berichtet.

Der ICE 613 von Kiel nach München war damals mit 291 Insassen an Bord mit dem Lastwagen zusammengestoßen, als sich dieser auf einem Bahnübergang im Stadtteil Rönneburg befand. Ein 55 Jahre alter Reisender erlitt so schwere Verletzungen, dass er trotz intensiver Behandlung im Rettungswagen starb. 

Bei dem Todesopfer handelte es sich um den Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, Professor Thomas Großbölting. Weitere 25 Menschen wurden bei dem Zusammenstoß des Zuges mit dem Sattelzug verletzt. 

Bahnübergang in enger Kehre

Die Unfallstelle liegt etwa drei Kilometer südwestlich vom Bahnhof Harburg, unmittelbar nach einer Verzweigung der Gleise in Richtung Bremen und Hannover. Über den Bahnübergang führt eine schmale Straße, die in einer scharfen Kehre über die Gleise und zu einem Gleisbau-Unternehmen führt.

Nach Medienberichten fuhr der Sattelzug zu langsam und schaffte es in der engen Kurve nicht rechtzeitig über die Gleise. In letzter Sekunde sei der Fahrer aus seinem Führerhaus gesprungen. Der Zug erfasste den Auflieger des Sattelzugs. Die schweren Bahnschienen auf der Ladefläche des Sattelzugs wurden durch den Aufprall weit über den Unfallort verstreut, der unweit der Landesgrenze zu Niedersachsen liegt.

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