Ein Erdbeben der Stärke 3,4 hat die Bewohner in der nördlichen niederländischen Provinz Groningen aufgeschreckt. Das Zentrum des Bebens in der Nacht zum Freitag war in Zeerijp im Osten der Region. Es war das drittstärkste, das dort jemals gemessen wurde, teilte das zuständige meteorologische Institut KNMI mit. Menschen wurden nicht verletzt, aber Dutzende Bürger meldeten Schäden an ihren Häusern.
Erdbeben sind in der Provinz an der Grenze zu Niedersachsen keine Seltenheit. Sie werden verursacht durch jahrzehntelange Förderung von Erdgas in der Region. Wegen der großen Gefahr für die Bewohner war die Produktion im vergangenen Jahr nach heftigen Kontroversen schließlich eingestellt worden.
Doch die Behörden hatten bereits vorhergesagt, dass die Gefahr von Erdbeben vorerst bleiben werde. Seit Ende der Produktion hat die Zahl der Erdbeben jedoch drastisch abgenommen: In diesem Jahr gab es bisher insgesamt vier Erdstöße mit einer Stärke von 1,5 oder höher; im Vorjahr waren es sechs.