Als die Venezolanerin Maria Fernanda Cabrera nachts von dem Erdbeben in ihrer Heimatstadt Caracas erfahren hat, war an Schlaf nicht mehr zu denken. Wie geht es ihrem Vater? «Ich hatte mir natürlich Sorgen gemacht, weil wir wussten nicht genau, was da los ist», erzählt Cabrera, die mit ihrem Mann in Bremen lebt. Sie versuchte immer wieder, ihren Vater zu erreichen - ohne Erfolg.
Ein Cousin machte sich schließlich auf die Suche. Nach stundenlangem Bangen dann die Entwarnung: «Ihm geht’s gut, zum Glück», sagt die Cabrera. In seinem Haus ist nur wenig kaputt, doch er hatte kein Wasser, kein Strom und keine Internetverbindung. «Er ist total unter Schock.» Wie viele Venezolaner mache er sich Sorgen um mögliche Nachbeben. Bewegt sich die Erde wieder? «Das ist nicht so leicht.»