Es ist eine alte Technik, die neu erfunden künftig Leben retten helfen soll: Am Jadebusen in Friesland testet die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) einen speziellen Schlickschlitten, mit dem etwa Wattwanderer in Not aus dem Schlick gerettet werden können. Der von den DLRG-Mitgliedern der Ortsgruppe Varel entwickelte Schlickschlitten sei schnell einsetzbar, effizient und stabil im Watt, sagt Sprecher Nikolas Nacke. «Es ist das passende Rettungsmittel hier für uns am Jadebusen.»
Denn wenn die Nordsee bei Ebbe aus dem Jadebusen verschwindet, bleibt nur noch Watt - und das ist in Dangast vergleichsweise besonders schlickig. Durch die Gezeiten verändere sich der Untergrund vor dem Strand in Dangast stetig, sagt Nacke. «Das ist teilweise wie Treibsand.» Menschen könnten an manchen Stellen bis zur Brust im Schlick versinken. Wo genau sich tiefere Stellen befinden, sei für Spaziergänger, die ohne Wattführer unterwegs sind, kaum zu erkennen und das werde bisweilen auch unterschätzt, so der Sprecher.