Nachdem das verheerende Feuer im Hamburger Hafen gelöscht werden konnte, kann die Polizei nun die Ermittlungen zur Brandursache übernehmen. «Um 16.00 Uhr konnten wir am Donnerstag "Feuer aus" melden», sagte ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. «Gleichzeitig konnten wir die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.»
In der Nacht sei noch ein Fahrzeug der Feuerwehr zur Brandstellenkontrolle unterwegs gewesen. Dabei wurden noch einzelne kleine Glutnester abgelöscht. Am Morgen seien dann keine weiteren Glutnester mehr gefunden worden. Auf dem öffentlichen Bereich des Geländes habe die Stadtreinigung mit den Aufräumarbeiten begonnen, sagte der Sprecher.
Eine Polizeisprecherin sagte der dpa: «Im Laufe des Tages werden die Brandermittler mit ihrer Arbeit beginnen. Erste Ergebnisse wird es aber frühestens Mitte nächste Woche geben. Das ist nicht innerhalb von einem Tag zu schaffen.»
Spezialroboter aus Niedersachsen
Auch Tage nach dem Ausbruch des Feuers in einer Lagerhalle mit Gasflaschen hatte es immer wieder Explosionen gegeben, weil weitere Gasflaschen aufgrund der großen Hitze explodierten. Das hatte die Löscharbeiten von Anfang an enorm erschwert.
In der Nacht zum Donnerstag wurde die Hamburger Feuerwehr deshalb von Spezialrobotern aus Niedersachsen unterstützt. Die Kolonne aus Vechta war mit drei Feuerwehrrobotern und weiterer Spezialtechnik kurz vor Mitternacht eingetroffen. Die großen Löschroboter sollten die Einsatzkräfte entlasten und Gefahren verringern. Noch vor 6.00 Uhr hatten sie die wichtigen Arbeiten erledigt, wie der Sprecher weiter sagte.
Feuer fast vergleichbar mit Großbrand in Billstraße Ostern 2023
Das Feuer in der Müggenburger Straße gilt als eines der größeren aus der jüngeren Vergangenheit Hamburgs. Von den Ausmaßen her sei es fast mit dem Großbrand in der Billstraße im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort zu Ostern 2023 vergleichbar, sagte ein Feuerwehrsprecher.
Damals waren den Angaben zufolge rund 1.000 Feuerwehrleute im Einsatz. Diesmal waren es rund 600. 2023 dauerte es fast eine Woche, bis das Feuer gelöscht war. Diesmal war schon an Tag vier alles geschafft.
Neun Verletzte - darunter sechs Einsatzkräfte
Das Großfeuer war am Montagnachmittag in einer Lagerhalle auf der Veddel ausgebrochen. Insgesamt wurden elf Menschen verletzt, darunter acht Feuerwehrleute. Die Ursache des Feuers ist weiterhin unklar.
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