Niedersachsen will seinen Katastrophenschutz angesichts von Extremwetter, möglichen Versorgungsengpässen und hybriden Bedrohungen weiter stärken. Innenministerin Daniela Behrens (SPD) stellte auf der Fachmesse Interschutz in Hannover eine neue Strategie für den Katastrophenschutz des Landes vor. Sie soll Grundlage für eine mehrjährige Planung sein.
Starkregen, Sturmfluten oder Dürre
Als zentrale Szenarien nennt das Land Folgen des Klimawandels wie Starkregen, Überflutung, Sturmfluten, Hitze, Dürre und eine steigende Vegetationsbrandgefahr. Außerdem seien Versorgungsmangellagen sowie hybride Bedrohungen infolge der veränderten Sicherheitslage in Europa eine Gefahr. Zu den Zielen gehören unter anderem bessere Strukturen des Krisenmanagements, der Schutz kritischer Infrastrukturen, Ersatzkommunikation, mehr Vorsorge sowie eine Stärkung des Ehrenamts.
Behrens sagte, das Land habe allein seit 2022 rund 185 Millionen Euro in den Katastrophenschutz investiert – unter anderem in mobile Deiche, Technik zur Trinkwasserversorgung und geländetaugliche Krankentransportwagen. Der Bevölkerungs- und Katastrophenschutz im Land funktioniere, sagte die Ministerin mit Blick auf das Weihnachtshochwasser 2023. Man rüste sich nun aber «mit klarem Blick in Richtung Zukunft».