Einen Platz zum Trauern will die evangelische Kirche den Menschen nach dem Tod des sechsjährigen Arian aus dem niedersächsischen Bremervörde geben. Die Kirche der Gemeinde Elm - ein Ortsteil von Bremervörde und das Zuhause des autistischen Kindes - solle als «Ort der stillen Trauer und des Gedenkens dienen», sagte der Superintendent des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven, Carsten Stock, am Freitag. Dafür solle die Kirche am Freitagnachmittag von 17.00 bis 19.00 Uhr und am Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr offenstehen. Zuvor hatte die «Nordwest-Zeitung» online berichtet.
Vielen Menschen seien betroffen vom Schicksal Arians und wollten Anteil nehmen. «Dafür wollen wir einfach eine Möglichkeit schaffen, dass Menschen ihren Gefühlen Ausdruck geben können», sagte Stock. Die Hoffnung, Arian lebend zu finden, sei mit der Dauer seines Verschwindens geringer geworden. Eine Gewissheit zu haben, auch wenn es eine traurige Gewissheit sei, sei laut Stock insbesondere für die Familie ganz wichtig. «Aber auch für alle, die beteiligt waren, auch für Einsatzkräfte oder überhaupt für alle, die Anteil genommen haben.»