Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft eilt bei den Mitgliederzahlen von Rekord zu Rekord: Zum Jahresende 2024 hat die DLRG die Zahl ihrer Mitglieder auf über 627.000 gesteigert. Das seien 3,3 Prozent mehr als im Jahr davor, als 607.310 Mitglieder gezählt wurden - und der dritte Höchststand in Folge, teilte die DLRG mit. «Diesen anhaltenden Schwung wollen wir nutzen, um die Sicherheit beim Baden und Wassersport weiter zu verbessern», kündigte DLRG-Präsidentin Ute Vogt an.
Schwimmen lernen trotz Investitionsstaus in den Bädern?
Nach DLRG-Angaben ist jedes zehnte Mitglied 60 Jahre alt oder älter, 47,5 Prozent der Mitglieder sind weiblich. Und fast die Hälfte (49 Prozent) aller Mitglieder sind demnach erst 18 Jahre alt oder jünger, Kinder im Alter bis zwölf Jahre machen fast 200.000 Mitglieder aus.
«Alle diese Kinder wollen und sollen bei uns das Schwimmen lernen», sagte Vogt. Allerdings sei dies ungewiss. Denn: «Der milliardenschwere Investitionsstau in den öffentlichen Schwimmbädern hängt mittlerweile wie ein Damoklesschwert über uns. Für viele unserer im Durchschnitt 50 Jahre alten Bäder bedeutet der nächste Sanierungsfall womöglich das endgültige Aus.»
Retter fordern Runden Tisch
Mitte Januar hatte die DLRG die Hallenbäder in Deutschland als unersetzlich für den Schwimmunterricht bezeichnet. Ohne umfassende Sanierungen drohe allerdings in den kommenden drei Jahren jedes siebte öffentliche Schwimmbad zu schließen, warnten die Retter. Hintergrund war eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Urbanistik - demnach wurde bei fast zwei von drei Hallenbädern der Investitionsrückstand als «gravierend» oder «nennenswert» eingeschätzt.
Schon länger fordern die Wasserretter einen Runden Tisch mit Bund, Ländern und Kommunen. Ziel soll eine bundesweite Bäderbedarfsplanung sein - und deren Umsetzung. Oberste Priorität müsse die «Pflichtaufgabe Schulsport» haben, mahnte die DLRG. Bis zum Ende der Grundschulzeit solle jedes Kind sicher schwimmen können.
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