Die geplante Bombenentschärfung in Göttingen ist angelaufen. Bis 6.00 Uhr mussten rund 11.000 Bewohnerinnen und Bewohner in der Weststadt ihre Häuser verlassen. Auf einem Platz in der Nähe des Bahnhofes wurden im Boden drei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet, alle Verdachtspunkte hatten sich bis zum Mittag bereits bestätigt, wie die Stadt in ihrem Liveblog mitteilte. Es handele sich jeweils um Zehn-Zentner-Bomben mit Langzeitzündern. Sie sollen kontrolliert gesprengt werden.
Für die betroffenen Anwohner wurden Notunterkünfte und Shuttlebus-Linien zum Verlassen des Gebietes eingerichtet. Sechs Menschen mussten bisher nachträglich von der Polizei aus dem Gebiet evakuiert werden, teilte die Stadt Göttingen mit. Zuvor habe die Polizei mit einem Hubschrauber das Evakuierungsgebiet überflogen, um mithilfe einer Wärmebildkamera sicherzustellen, dass sich keine weiteren Personen im Gebiet befinden. Bei Verstößen drohe ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro.