Wegen des Verdachts auf einen Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg müssen am Sonntag rund um den Celler Bahnhof etwa 11.700 Anwohnerinnen und Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Bei Untersuchungen sei eine sogenannte Anomalie – ein Blindgänger-Verdachtspunkt – unter den Gleisanlagen festgestellt worden, teilte die Stadt mit. Was sich dort genau befindet, ist unklar.
Die Verdachtsstelle werde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst überprüft. Abhängig vom Ergebnis der Untersuchung werde entweder Entwarnung gegeben oder eine Entschärfung eingeleitet, hieß es.
Bei der Evakuierung gelte: «Je schneller das Gebiet geräumt ist, desto eher können alle wieder nach Hause», teilte die Stadtverwaltung weiter mit. Sollte eine Entschärfung nötig sein, könne die Evakuierung bis in die Abendstunden dauern. Für Menschen, die während der Evakuierung keine Unterkunft bei Freunden oder Familie finden, richtet die Stadt eine Notunterkunft in einem Schulzentrum ein.
Einschränkungen für Bahnreisende
Auch Bahnreisende müssen sich nach Angaben der Bahngesellschaft Metronom zwischen 7.00 Uhr und 0.00 Uhr auf Einschränkungen einstellen. Betroffen sind die Linien RE2, RE3 und RE31. Auf der Strecke zwischen Uelzen, Celle und Hannover entfällt von 7.00 Uhr an der Halt in Celle. Außerdem ist von 10.00 Uhr an die Strecke zwischen Isernhagen und Eschede gesperrt. Nach Angaben des Metronom sollen Ersatzbusse fahren.
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