Nach einem Angriff auf das türkische Generalkonsulat in Hannover ermittelt der Staatsschutz. Mehrere Täter beschädigten am Dienstagabend Fensterscheiben des Gebäudes, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Etwa 20 Menschen warfen demnach Steine auf das Konsulat und schlugen mit Eisenstangen gegen Fenster. Sie flüchteten, als Polizisten eintrafen. Später nahm die Polizei zwei Menschen kurzzeitig fest und nahm ihre Personalien auf.
Motiv und Hintergründe waren den Angaben zufolge zunächst nicht bekannt. Vor dem Angriff hatte es in der Innenstadt der niedersächsischen Landeshauptstadt eine Demonstration unter dem Titel «Gegen die Angriffe von Nationaltürken in Belgien» gegeben, an der laut Polizei bis zu 450 Menschen teilnahmen. Dabei sei es wiederholt zu strafbaren Ausrufen einzelner Teilnehmer gekommen, berichtete die Polizei. Zudem seien Fahnen mit verbotenen Symbolen geschwenkt worden, Vermummte hätten später auch Pyrotechnik auf Polizisten geworfen. Die Versammlung sei daher nach zwei Stunden aufgelöst worden.