Sie sind winzig - und sie sind überall: Kleinste Teilchen aus Plastik verschmutzen Meere, Gebirge oder Flüsse, sie sind in menschlichen Organen und im Gehirn nachweisbar. Sie können im Körper Entzündungen auslösen, einige sind sogar krebserregend.
Auf hoher See schwimmen Millionen Tonnen Plastik, das Material sinkt in die Tiefe und wirkt sich auch auf Meereslebewesen aus. Was lässt sich gegen die stetig steigende Plastikflut tun? Forschern aus Hannover ist ein Durchbruch beim Abbau der schädlichen Partikel gelungen, sie haben ein neues Material entwickelt, das Mikroplastik im Wasser aufnehmen und zersetzen kann: ein sogenanntes Hydrogel. Melanie Bergmann, Meeresbiologin am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, äußert sich allerdings skeptisch - und befürchtet neue Probleme.