15 Jahre nach dem Erreichen des Welterbe-Status sind die Anrainer des Wattenmeers Deutschland, Dänemark und die Niederlande gefordert, die Auszeichnung zu halten. «Es ist ein Punkt, Welterbe zu werden. Der andere Punkt ist, Welterbe zu bleiben», sagte der Exekutivsekretär des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats in Wilhelmshaven, Sascha Klöpper, der Deutschen Presse-Agentur. «Die Unesco hat uns gerade einige Hausaufgaben gegeben, damit wir diesen Status beibehalten.» Das Sekretariat koordiniert die länderübergreifende Zusammenarbeit im Wattenmeerraum.
Rohstoffe wie Öl, Erdgas und Salz am Rande oder sogar im Wattenmeer zu fördern, sei nicht mit dem Welterbe-Status vereinbar, hatte die Welterbe-Kommission der Unesco im vergangenen September deutlich gemacht. Die Unesco forderte daher die Anrainerstaaten auf, von Probebohrungen und einer neuen Rohstoffgewinnung abzusehen. Außerdem sollten beim Bau neuer Stromleitungen für Offshore-Windparks Schutzmaßnahmen getroffen werden, mahnte die Unesco.