Zentimeterdicke Knochen, zerfledderte Gedärme, sprießendes Blut und erbärmlicher Gestank: Während Urlauber ihre Hunde bei winterlichem Postkartenwetter am glitzernden Meer entlang führten, stand nur wenige Meter entfernt am Strand ein blutverschmierter und braun gebrannter Mann im weißen Anzug, der mit einer Kettensäge einen 14,3 Meter langen Wal zerteilte.
Kurz nach Sonnenaufgang hatte Schlachter Timo Arp den am Montag in Hörnum tot auf der Nordseeinsel geborgenen Pottwal mit einer Kettensäge in Stücke weiter zerlegt. Begonnen hatte er dafür an der Schwanzflosse. Allein für das erste Drittel des gigantischen Tieres brauchte er rund vier Stunden.