Schnee bedeckt jetzt auf Sylt die Stelle am Strand, an der vor rund einem Jahr literweise Blut über den Sand floss, zentimeterdicke Knochen mit einer Kettensäge zerteilt und Gedärme zerfleddert wurden. Ein angetriebener und rund 14,3 Meter langer Pottwal war am 17. Februar 2025 vor Hörnum aus der Nordsee an Land gezogen und anschließend zerteilt worden.
Zwei Tage hatten Fachleute den toten Meeressäuger geborgen und zerlegt. Zahlreiche Schaulustige hatten trotz des erbärmlichen Gestanks die Aktion am Strand nahe des Hörnumer Hafens verfolgt.
Die zuvor mit einer Kettensäge zerteilten Stücke des 10 bis 15 Tonnen schweren Wal-Kadavers waren in speziellen Containern mit dem Autozug nach Jagel (Kreis Schleswig-Flensburg), südlich der dänischen Grenze, zur Tierkörperbeseitigung gebracht worden.
Zuvor hatten Wissenschaftler Proben genommen, die im rund 70 Kilometer von der Insel entfernte Büsum (Kreis Dithmarschen) sowie in Belgien an der Universität Lüttich analysiert wurden. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.