Die meisten Deutschen sehen in grüner Umweltschutztechnik einen wichtigen Wirtschaftsfaktor. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück sind 80 Prozent der Befragten überzeugt, dass Herstellung und Export umweltfreundlicher Technologien wichtige Säulen für Deutschlands wirtschaftliche Zukunft sind.
93 Prozent der Deutschen hat laut Umfrage keinen Zweifel daran, dass technologische Innovationen für die Zukunft des Landes sehr oder eher wichtig sind. Zu den drei Branchen, für die sich die meisten Innovationen gewünscht werden, gehören Bildung und Digitalisierung (61 Prozent), Gesundheit und Pflege (60 Prozent) und umweltfreundliche Energieversorgung (49 Prozent).
Geldverdienen mit Umweltschutz
Der DBU-Generalsekretär Alexander Bonde sagt dazu: «Der Gesundheitssektor mit rasantem Rohstoff- und Ressourcenverbrauch, täglich tonnenweise Abfall und hohen Treibhausgasemissionen bietet tatsächlich enormes Potenzial, um mit Innovationen Umwelt und Klima besser zu schützen.»
Die sogenannte GreenTech-Branche ist aus Sicht von Bonde eine Erfolgsgeschichte. Seit 2010 habe dieser Sektor die Bruttowertschöpfung in Deutschland jedes Jahr um rund fünf Prozent gesteigert und stelle mehr als acht Prozent der Exporte sicher. «Mit innovativem Umweltschutz lässt sich Geld verdienen», erklärt Bonde.
Stärkere Förderung durch den Staat erwünscht
Laut Umfrage wünscht sich eine deutliche Mehrheit der Deutschen ein stärkeres Engagement des Staates bei der Förderung von Umwelttechnologien: 69 Prozent halten demnach eine etwas oder deutlich stärkere staatliche Förderung durch den Staat für notwendig. Rund 16 Prozent seien mit der gegenwärtigen Förderung zufrieden, und lediglich ein Zehntel meint, dass seitens des Staates zu viel gefördert werde.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte für die Umfrage vom 6. bis zum 19. Januar 1.006 Personen. Die Ergebnisse sind mit einer Fehlertoleranz von plus/minus drei Prozentpunkten repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren in Deutschland.
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