Wenn auf den Straßen weniger überfahrene Igel gefunden werden, liegt es nach Einschätzung von Naturschützern daran, dass der Bestand sinkt: Die Zahl der von Rasenmährobotern schwer verletzten und getöteten Igel steigt laut Naturschutzbund Nabu rasant.
Zwar gebe es keine harten Zahlen, aber allein in die Auffangstation in Leiferde im Landkreis Gifhorn seien im vergangenen Jahr 501 Igel gebracht worden, sagte Bärbel Rogoschik, die Leiterin des dortigen Artenschutzzentrums. In den Jahren zuvor seien es in der Regel zwischen 200 und 300 Igel gewesen. «Die Notfälle steigen exponentiell», warnte sie. Der Nabu forderte in Niedersachsen ein verbindliches Nachtfahrverbot für automatisierte Mähroboter täglich zwischen 18.00 und 7.00 Uhr.