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Klage gegen A39-Weiterbau abgelehnt

 Der Bau des Lückenschlusses der Autobahn 39 in Ostniedersachsen rückt ein Stück näher. (Archivbild) / Foto: Philipp Schulze/dpa
Der Bau des Lückenschlusses der Autobahn 39 in Ostniedersachsen rückt ein Stück näher. (Archivbild) / Foto: Philipp Schulze/dpa

Die Autobahn 39 soll einmal Niedersachsens Südosten und Hamburg verbinden. Doch zwischen Wolfsburg und Lüneburg klafft seit Jahren eine Lücke. Nun wurde eine Hürde für den Weiterbau genommen.

Der Bau des Lückenschlusses der Autobahn 39 in Ostniedersachsen rückt ein Stück näher: Das Bundesverwaltungsgericht wies eine Klage des BUND gegen ein Teilstück der geplanten Autobahn zwischen Wolfsburg und Lüneburg ab, wie das Gericht mitteilte. Die Umweltschutzorganisation hatte gegen einen Planfeststellungsbeschluss geklagt.

Vorangegangen war 2019 ein anderes Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes, das den ursprünglichen Planfeststellungsbeschluss für rechtswidrig erklärt hatte. Dabei ging es unter anderem um möglicherweise nicht ausreichend geprüfte Naturflächen im Raum Ehra nördlich von Wolfsburg. Das Land Niedersachsen hatte den Planfeststellungsbeschluss daraufhin 2024 geändert und ergänzt, wobei die Baupläne an sich im Wesentlichen unverändert blieben. 

Dagegen hatte der BUND erneut geklagt. Das Gericht hielt die Änderungen durch das Land aber für ausreichend. 

Milliarden-Vorhaben

Konkret geht es um den siebten Bauabschnitt des Lückenschlusses - ein 14,2 Kilometer langes Autobahnstück zwischen den Anschlussstellen Weyhausen und Ehra. Aus südlicher Richtung kommend endet die Autobahn bisher in Weyhausen. Zusammen mit allen Bauabschnitten soll der Lückenschluss nach Fertigstellung 105 Kilometer messen. Die Investition bezifferte die für die Umsetzung zuständige Autobahn GmbH Anfang des Jahres mit 1,5 bis 2 Milliarden Euro. 

Die gesamte A39 würde dann von Südniedersachsen bis Hamburg führen und parallel zur westlich gelegenen Autobahn 7 verlaufen - südlich von Hildesheim an der A7 zweigt die Strecke ab. 

Industrie und Handel fordern zügigen Baustart

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) in Braunschweig und Lüneburg-Wolfsburg begrüßten die Entscheidungen. «Jetzt müssen die Bauarbeiten schnell beginnen», sagte der IHK-Chef für Lüneburg und Wolfsburg, Michael Zeinert. «Die A39 ist das wichtigste Infrastrukturprojekt im Osten Niedersachsens.» Gifhorns Landrat Philipp Raulfs (SPD) ergänzte: «Unser Landkreis braucht den Lückenschluss, um sich wirtschaftlich weiterzuentwickeln.»

Der BUND zeigte sich enttäuscht vom Urteil. Geschäftsführerin Tonja Mannstedt sagte, die Autobahn sei weiterhin «ein ökologisch hochproblematisches Infrastrukturprojekt mit erheblichen Auswirkungen auf Natur, Landschaft und Artenvielfalt». Die Lüneburger Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden (Grüne) betonte: «Damit ist aber noch keine Aussage über das Neubauprojekt der A39 als Ganzes getroffen.» Für fünf weitere Bauabschnitte fehle noch ein Planfeststellungsbeschluss.

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