Seit Jahren schon ist Hamburg die Großstadt mit den meisten Weißstörchen. 2026 haben erneut mehr Brutpaare ein Nest entlang der Elbe gesucht und ziehen dort derzeit ihre Jungen auf. Damit steuere die Hansestadt auf einen Rekord zu, sagt Jürgen Pelch, Storchenbetreuer beim Naturschutzbund Nabu Hamburg. «Die Bilanz müsste dieses Jahr rekordverdächtig sein.»
Auf Hamburger Stadtgebiet leben aktuell 56 Storchenpaare. «Ob sie alle Bruterfolg haben, weiß ich noch nicht ganz genau. Aber es wird bestimmt noch etwas besser als 2024, da hatten wir 113 Jungstörche.» Auf der niedersächsischen Seite der Elbe leben Pelch zufolge ähnlich viele Tiere.
Die meisten Hamburger Weißstörche leben in den Vier- und Marschlanden, also im Bezirk Bergedorf. Vor 50 Jahren lebten auf Hamburger Grund lediglich acht Paare. Dass sich die Störche vor allem entlang der Elbe im Westen der Stadt so wohlfühlen und immer wieder kommen, liegt auch an den vielen Teichen, kurzen Wiesen, Feuchtwiesen und Gräben, wie ein Sprecher der Hamburger Umweltbehörde sagt.