Der junge Wolf, der eine Frau in Hamburg verletzt hat, ist zunächst vorübergehend in einer Wildtierauffangstation bei Sachsenhagen im niedersächsischen Landkreis Schaumburg untergebracht worden. Das teilte die Hamburger Umweltbehörde mit, die nach eigenen Angaben weiterhin für den Wolf zuständig ist. «Zum langfristigen Verbleib des Tieres laufen Gespräche», erklärte ein Sprecher der Behörde.
Der Wolf war bereits am Wochenende im Westen der Stadt gesichtet worden. Am Montag sei er vermutlich durch einen äußeren Reiz, etwa ein Auto oder ein anderes Tier, aktiviert worden, sagte der Sprecher der Umweltbehörde. In der Folge sei er in eine Stresssituation geraten und losgerannt. In einer Geschäftsstraße im Zentrum Altonas habe er sich dann in eine kleine, wenige Meter breite Einkaufspassage mit mehreren Geschäften verirrt.
In der Passage wurde dann die Frau verletzt, die nach dpa-Informationen um die 60 Jahre alt ist. Zum genauen Hergang machte die Umweltbehörde keine Angaben, auch um die Privatsphäre der Frau zu schützen, wie es hieß. Senatorin Katharina Fegebank (Grüne) hatte am Dienstag gesagt, die Frau sei im Universitätsklinikum Eppendorf ambulant behandelt worden.