Erneut ist ein toter Wal an einer Nordseeinsel gestrandet. Der Zwergwal wurde an die Ostseite der unbewohnten Wattenmeer-Insel Minsener Oog angespült, sagte ein Sprecher des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Noch sei unklar, warum der 6,5 Meter lange Meeressäuger verendet ist.
Keine Gefahr für die Schifffahrt
Das tote Tier wurde am Dienstagabend entdeckt und am Mittwoch gemeldet, sagte der Sprecher des Nationalparks. Experten versuchen in den nächsten Tagen, Proben des Wals zu entnehmen und zu untersuchen. So soll die Todesursache festgestellt werden. Nach Einschätzung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt stellt der Zwergwal keine Gefahr für die Schifffahrt dar und kann somit der Natur überlassen werden.
Der Weg zu der unbewohnten und abgelegenen Insel südöstlich von Wangerooge sei schwierig, erklärte der Sprecher. Dort hat der Vogelschutz Vorrang, das Betreten ist eigentlich nicht erlaubt. Ob und wann die Experten Zugang zu der Fundstelle bekommen, hänge unter anderem von der Witterung und der Tide ab. Die Insel ist seit 1986 Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer.