Neu-Trainer Daniel Thioune bemühte Durchhalteparolen, Sportchef Clemens Fritz war mächtig angefressen. «So, das reicht mir jetzt», brummte Fritz nach dem 0:1 seiner Bremer beim SC Freiburg in Richtung der Journalisten und zog grußlos ab. Zuvor hatte er sieben Minuten lang nach Gründen für die tiefe Werder-Krise gesucht, die Thioune später treffend beschrieb: «Die Abschlüsse waren da, aber nicht in der Konsequenz, wie ich mir das gewünscht hätte. Dann darf man ein Stück weit die Qualitätsfrage stellen.»
Die Nerven sind angespannt bei den Grün-Weißen nach dem Sturz auf Relegationsplatz 16, während das Fragezeichen hinter der Kaderqualität immer dicker wird. «Kaltschnäuzigkeit» und «Killerinstinkt» würden vorn und hinten fehlen, polterte Kapitän Marco Friedl. «Deshalb stehen wir nach elf Spielen ohne Sieg völlig verdient da, wo wir gerade sind.» Es müsse sich etwas ändern, sonst drohe ein «blaues Wunder».